Dienstag, 19. Januar 2010

Wahlumfragen in Massachusetts vor der Wahl

Die Kandidaten:

Martha Coakley (Demokratin)
Bis jetzt attorney general (einen entsprechenden Posten im deutschsprachigen Raum gibt es nicht, in etwas vielleicht vergleichbar mit dem Justizminster eines Bundeslandes) von Massachusetts. Haushohe Favoritin bis vor etwa zwei Wochen mit ansehnlichen Beliebtheitswerten. Häufiger Vorwurf: Hat den Wahlkampf erst zu spät wirklich ernst genommen.

Scott Brown (Republikaner)
Bis dato ein ziemlich unbekannter Senator aus Massachusetts (hiermit ist der Senat des Bundesstaates gemeint, nicht der Posten eines US-Senators, um den sich die Wahl dreht).
Machte sich im Verlauf des Wahlkampfes geschickt die Unzufriedenheit über die Gesundheitsreform sowie die Arbeitslosenzahlen und die steigende Staatsverschuldung zunutze. Stellt sich selbst als unabhängigen Außenseiter dar, der gegen die übermächtige Maschinerie der in Massachusetts vorherrschenden Demokraten kämpfen muss.

Joseph L. Kennedy (unabhängig)
Kandidat der libertären Bewegung der USA - gegen die Verwicklung in Kriege, aber auch gegen so gut wie jede staatliche Einmischung (Steuern!).
Achtung: Keine Verwandtschaft mit dem bisherigen Amtsinhaber Ted Kennedy und dessen berühmter Familie - kann für Verwirrung sorgen.

Einige Umfragen vor der Wahl (Auswahl):

Public Policy Polling, 17.01.10
Brown 51%
Coakley 46%
Unentschlossen 4%
[Kennedy anscheinend nicht berücksichtigt]
http://publicpolicypolling.blogspot.com

American Research Group, 17.01.10
Brown 52%
Coakley 45%
Kennedy 2%
http://www.americanresearchgroup.com

Rasmussen, 11.01.10
Brown 47%
Coakley 49%
Kennedy 3%
http://www.rasmussenreports.com

Um sich das wahre Ausmaß dieser Geschichte klarzumachen, stelle ich mal noch eine nur wenige Zeit ältere Umfrage zum Vergleich dazu:

Boston Globe, 07.01.10
Brown 35%
Coakley 50%
Kennedy 5%
http://www.boston.com

Nachwahl in Massachusetts

Nun, dann starten wir den Blog mal mit einem ganz aktuellen Thema, das in Deutschland bis jetzt noch keine sehr große Beachtung geschenkt bekommen hat.

Nach dem Tode des demokratischen US-Senators Ted Kennedy im August letzten Jahres muss dessen Senatsposten nun durch eine Wahl neu besetzt werden, daher findet heute in Massachusetts eine sogenannte "special election" statt.

Dass dies bis vor kurzem nicht viel Aufmerksamkeit erhalten hat, liegt vor allem an der Tatsache, dass das Ergebnis klar zu sein schien. Massachusetts ist so "blau" (also demokratisch), wie ein US-Bundesstaat nur sein kann. Ein Sieg der demokratischen Kandidatin Martha Coakley schien ausgemachte Sache zu sein.

Ich werde mich mit den weiteren Fakten dieser Wahl in weiteren Beiträgen beschäftigen, hier aber das Wichtigste in aller Kürze:
  • letzten Umfragen zufolge zeichnet sich ein Sieg des Republikaners Scott Brown ab
  • Präsident Obama hat im letzten Moment Wahlkampfhilfe für Martha Coakley geleistet
  • die Gesundheitsreform Obamas steht mit dieser Wahl plötzlich wieder auf der Kippe
  • die Demokraten haben im US-Senat derzeit 60 von 100 Stimmen, exakt ausreichend, um eine Sperrminorität der Republikaner ("filibuster") zu verhindern

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